ProSiebenSat.1 will die Dividende kürzen und senkt die Prognose

Die ProSiebenSat.1 Media SE (ISIN: DE000PSM7770) passt ihre Dividendenpolitik an, wie am Donnerstag berichtet wurde. So sollen erstmals für das Geschäftsjahr 2018 (zahlbar im Jahr 2019), 50 Prozent...

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8. November 2018

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DE000PSM7770

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Die ProSiebenSat.1 Media SE (ISIN: DE000PSM7770) passt ihre Dividendenpolitik an, wie am Donnerstag berichtet wurde. So sollen erstmals für das Geschäftsjahr 2018 (zahlbar im Jahr 2019), 50 Prozent des bereinigten Konzernjahresüberschusses als Dividende ausgeschüttet werden. Bisher lag diese Quote bei 80 bis 90 Prozent. Die damit freiwerdenden Mittel sollen vorrangig für Investitionen in organisches und anorganisches Wachstum verwendet werden. Darüber hinaus ist ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 250 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 12 bis 24 Monaten vorgesehen.

Für das Jahr 2017 wurde noch eine Dividende in Höhe von 1,93 Euro ausbezahlt. ProSiebenSat.1 passte auch das Ziel für den Konzernumsatz im Jahr 2018 an. Der Konzern geht nun von einem Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich auf rund 4 Mrd. Euro aus (2017: 4,1 Mrd. Euro). Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte soll die Erlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen. An der Börse kamen die Nachrichten nicht gut an. Die Aktie gab am Donnerstagmorgen über 15 Prozent nach.

In den nächsten rund fünf Jahren beabsichtigt ProSiebenSat.1, den Konzernumsatz auf 6 Mrd. Euro und das adjusted EBITDA auf 1,5 Mrd. Euro zu steigern. Dabei sollen 50 Prozent der Umsätze aus dem Digitalgeschäft kommen. Im dritten Quartal des Jahres 2018 stieg der Konzernumsatz leicht um 1 Prozent auf 892 Mio. Euro (Vorjahr: 883 Mio. Euro). Das adjusted EBITDA ging um 13 Prozent auf 175 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 202 Mio. Euro). Der bereinigte Konzernüberschuss sank um 24 Prozent auf 75 Mio. Euro (Vorjahr: 99 Mio. Euro).

Redaktion MyDividends.de